PRESSEMITTEILUNG

 

WHPA veröffentlicht Kernkompetenzen für Gesundheitsberater

Publikation kommt zu rechten Zeit, um Qualität in einer sich schnell entwickelnden Branche zu sichern

Eine neue Publikation der World Health Professions Alliance (WHPA) beschreibt, welche Erwartungen und Anforderungen bei der Beauftragung eines internationalen Gesundheitsberaters gestellt werden können. Die Globalisierung der Gesundheitsversorgung hat zu einem Boom im Bereich der internationalen Gesundheitsberatung geführt, in der sich eine erstaunliche Zahl und Vielfalt von Fachleuten einen Marktanteil sichern will. Damit Unternehmen und einzelne Berater eine Orientierung haben, hat die WHPA einen Kompetenzrahmen für internationale Gesundheitsberater entwickelt.

Internationale Gesundheitsberatung wird zu einem Big Business mit einer unübersehbar großen und stetig wachsenden Anzahl von Gesundheitsberatern im Markt. Konfrontiert mit Anbietern, die über ganz unterschiedliche Referenzen, Erfahrungen, Kompetenzen und Hintergründe verfügen, kann die Entscheidung, wer am besten qualifiziert ist, oftmals nur auf gut Glück getroffen werden. Gleichzeitig sind auch die Consultingfirmen selbst daran interessiert, eine Anleitung für ihre Praxis zu bekommen. Die Broschüre „A Core Competency Framework for International Health Consultants“ liefert einen praktischen Leitfaden für alle diejenigen, die Consultingdienstleistungen im Gesundheitswesen in Anspruch nehmen wollen. Gleichzeitig steht damit ein Benchmark für Personen zur Verfügung, die diese Dienstleistungen in Markt anbieten wollen und selbst prüfen können, ob sie vor der ersten Auftragsannahme nicht doch eine weitere Ausbildung brauchen.

Gesundheitsberater bieten heute eine Vielzahl gesundheitsspezifischer Dienstleistungen in ihren eigenen Ländern und im Ausland an. Es kann schwierig für potenzielle Kunden oder Unternehmen sein, sich im Dschungel der Berechtigungsnachweise, Erfahrungen, Kompetenzen und Hintergründe zurecht zu finden. So kann ein Berater über große Erfahrungen in so unterschiedlichen Bereichen wie Finanzmanagement, Makroökonomie, Planung und Management von Gesundheitsdienstleistungen, öffentliches Gesundheitswesen, Epidemiologie, Personalplanung und –entwicklung, Krankheitsmanagement, Governance, Normenarbeit, Bildung, Primärversorgung und/oder Gesundheitstechnologie verfügen.

Experten können ehrenamtlich oder auch als bezahlte Berater tätig werden. Sie können für große Consultingfirmen oder Unternehmen, als selbständige Berater oder Dozenten arbeiten. Sie können ihre Dienste Berufsverbänden, religiösen Gruppen oder nationalen und internationalen NGOs anbieten. Ihre Kunden sind Einzelpersonen, Agenturen oder Organisationen, die für die Planung oder Erbringung von Gesundheitsdienstleistungen zuständig sind, interessierte NGOs, Advocacy-Gruppen, Länder, Sonderorganisationen der UN, Global Health Initiatives oder Geldgeber wie Regierungsbehörden, Stiftungen, Trusts, Unternehmen usw.

Aufgrund der komplexen Situation sah sich die WHPA veranlasst, zur Information von einzelnen Personen, Kunden und Auftragnehmern Leitlinien mit Kernkompetenzen zu entwickeln. Diese Kompetenzen sollen Fähigkeiten beschreiben, über die alle Gesundheitsberater unabhängig von ihren spezifischen Disziplinen verfügen sollen. Sie sind als Orientierung, nicht als Vorschriften zu verstehen.

Die Publikation kann kostenlos von der WHPA-Website heruntergeladen werden: www.whpa.org/pub2007_IHC.pdf.