PRESSEMITTEILUNG

 

Menschen mit Diabetes müssen besonders auf ihre Mundgesundheit achten

FDI und IDF weisen auf das erhöhte Risiko oraler Komplikationen bei Personen hin, die an Diabetes erkrankt sind.

Ferney-Voltaire, FRANKREICH, 14. November 2007 - Die FDI World Dental Federation und die International Diabetes Federation (IDF) haben sich zu einer gemeinsamen Initiative entschlossen, um den Beschäftigten in Gesundheitsberufen und Diabetikern den Zusammenhang zwischen Zahnfleischerkrankungen und Diabetes bewusst zu machen. Während des FDI-Jahresweltkongresses 2007 in Dubai haben beide Organisationen gemeinsam ein Symposium zu diesem Thema einberufen, das zu einem Aufruf an Zahnärzte, Ärzte und ihre Berufsorganisationen geführt hat.

Das Symposium, das allen Kongressdelegierten offen stand, informierte die Teilnehmer über den Zusammenhang zwischen Diabetes und Zahnfleischerkrankungen. Dabei stand besonders die Situation in den Vereinigten Arabischen Emiraten im Mittelpunkt, da es dort nach Erkenntnissen des IDF-Diabetesatlas die zweithöchste Diabetesprävalenz der Welt gibt.

„Es gibt einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Mundgesundheit und Diabetes“, erklärte Massimo Massi-Benedetti von der IDF. „Auf der einen Seite besteht für Diabetiker ein signifikant höheres Risiko einer Parodontitis oder einer schweren Zahnfleischerkrankung. Auf der anderen Seite lassen neueste Forschungsergebnisse den Schluss zu, dass Menschen mit Parodontitis Probleme mit der Kontrolle ihrer Diabetes haben, da schwere Zahnfleischerkrankungen den Stoffwechsel verändern auf Auswirkungen und den Ernährungsstatus von Diabetikern haben können.“

„Indem wir Ärzte und Zahnärzte über den Zusammenhang zwischen Mundgesundheit und Diabetes aufklären, können wir dafür sorgen, dass die Qualität der Behandlung von Diabetikern besser wird“, erklärte FDI-Präsident Dr. Burton Conrod anlässlich des Weltdiabetestages. „Für Menschen, die mit Diabetes leben müssen, ist es wichtig, dass sie sich der erhöhten Risikofaktoren für jeden der unterschiedlichen Indikationsbereiche bewusst sind und die Präventivmaßnahmen ergreifen, die zur Kontrolle dieser Risiken erforderlich sind.”

Der von FDI und IDF veröffentlichte Aufruf fordert alle Interessengruppen nachdrücklich auf, diese Faktoren bei der Entwicklung integrierter Programme für die Behandlung von Diabetes und die Verbesserung der Mundhygiene zu berücksichtigen. Um die Öffentlichkeit noch umfassender über den Zusammenhang zwischen diesen beiden Krankheiten zu informieren, werden in den Fachzeitschriften beider Gesundheitsorganisationen wissenschaftliche Artikel auf Grundlage der Diskussionen und Ergebnisse des Symposiums veröffentlicht.

Das halbtägige Symposium war die erste Veranstaltung dieser Art unter Beteiligung von FDI und IDF und wurde durch ein Fortbildungsstipendium von Colgate-Palmolive unterstützt. Den Aufruf finden Sie online unter http://www.fdiworldental.org/public_health/6_7IDF.html.

Über die FDI World Dental Federation
Die FDI World Dental Federation ist die maßgebliche, weltweit gehörte Stimme der Zahnärzte mit mehr als 130 Mitgliedsverbänden in über 125 Ländern weltweit. Sie vertritt international fast eine Million Zahnärzte. Zusätzliche Informationen finden Sie auf der FDI-Website unter www.fdiworldental.org.

Über die International Diabetes Federation
Die International Diabetes Federation (IDF) ist eine Dachorganisation mit mehr als 200 Mitgliedsorganisationen in über 160 Ländern, die die Interessen von 246 Millionen Menschen mit Diabetes, ihrer Familien und ihrer Gesundheitsdienstleister vertreten. Die Aufgabe der IDF besteht

Kontaktinformation:
FDI World Dental Federation
Christina Lee Thorsen
Kommunikationskoordinatorin
cthorsen@fdiworldental.org
Tel +33 4 50 40 50 50
Fax +33 4 50 40 55 55

International Diabetes Federation
Kerrita McClaughlyn
kerrita.mcclaughlyn@idf.org
Tel: +32 (0)2 543 1639